Allergologie

In der Allergologie ist die umfassende Anamnese (Patientenbefragung) der wichtigste Schlüssel zur Diagnosefindung. Ergänzend können Hauttestungen und Bluttestungen auf Inhalationsallergene und Nahrungsmittel durchgeführt werden.

Allergien auf eingeatmete Umweltstoffe, seltener auf Nahrungsmittel sind vor allem bei chronischem Schnupfen, chronischem Reizhusten und beim Asthma ein häufiges Problem. Die genaue Abklärung kann bei der Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen sehr hilfreich sein.

Bei einer nachgewiesenen Allergie kann eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) erfolgen.

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Frühblüherallergie

Das Immunsystem reagiert empfindlich auf Pollen von Pflanzen, die früh im Jahr blühen. Symptome treten in der Regel von Januar bis April auf.

Typische Allergene sind

  • Haselpollen (oft schon ab Januar)
  • Erle
  • Birke (sehr starkes Allergen, meistens ab Ende März/ Anfang April)

Kreuzallergien

  • Apfel, Haselnuss, Karotten, Sellerie, Kirschen
  • Symptome mit Kribbeln und Schwellungen der Lippe und Zunge, orales Allergiesyndrom.

Viele Lebensmittel verlieren ihre Allergenwirkung beim Kochen, Backen, Braten, weil verantwortliche Proteinstrukturen zerstört werden.

Apfel, Birne, Kirsche, Kartotte sind in der Regel gekocht oder gedünstet meist gut verträglich, Sellerie, Walnuss, Erdnuss und Haselnuss ist häufig auch in erhitztem Zustand problemeatisch.

Mittelblüher (Allergene)

Die Mittelblüher Allergie ist eine Form der Pollenallergie, deren Symptome vom späten Frühling bis in den Frühsommer bestehen.

Auslöser sind Gräser, Roggen, Spitzwegerich, Ampfer, Wiesenlischgras.

Kreuzallergien sind etwas weniger verbreitet. Typische Kreuzallergien sind z.B. auf Melone, Tomate, Erdnuss, Hülsenfrüchte.

Häufig sind diese Lebensmittel allerdings auch in gekochtem Zustand problematisch.

Spätblüher (Allergene)

Bei der Spätblüher Allergie treten Symptome typischerweise von August bis Oktober auf. Besonders häufig sind Kräuterpollen und einige invasive Pflanzen verantwortlich.

  • Beifuss (Juli – September), sehr häufig allergen
  • Ambrosia / Traubenkraut (August – Oktober), extrem stark allergen
  • Wegerich (Mai – Oktober), eher milde Allergie
  • Gänsefussgewächse (Juli – September), mittel allergen
  • Brennessel (Juli – Oktober), schwach allergen

Kreuzallergien:
Beifuss kann Kreuzallergien zu Sellerie (roh und gekocht), Karotten (roh), Gewürze (Petersilie, Anis, Kümmel, Fenchel, Paprika), Sonnenblumenkerne und z.B. Honig auslösen.
Die Beifuss Sellerie Gewürz Allergie ist eine häufig und teilweise sehr ausgeprägte Kreuzallergie.

Schimmelpilze (Allergene)

Diese können starke allergische Reaktionen auslösen, vor allem auf die Sporen der Pilze, die über die Luft eingeatmet werden. Eine Schimmelpilzallergie zählt zu den Inhalationsallergien, kann aber gannzjährig auftreten, oft gibt es aber eine Verstärkung im Spätsommer und Herbst, wenn die Sporenkonzentration besonders hoch ist.

Wichtige Schimmelpilzarten

  • Alternaria alternata, Juli – Oktober, (außen)
  • Cladosporium herbarum, April – Oktober (außen) Häufig auf Pflanzen, Kompost
  • Aspergillus fumigatus, Innenräume, ganzjährig
  • Penicillium chrysogenum, Innenräume, ganzjährig, auf bei feuchten Wänden oder Lebensmitteln

Hausstaubmilbenallergie

Die Hausstaubmilbenallergie ist eine ganzjährige Allergie, die durch eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Eiweiße im Kot der Hausstaubmilbe verursacht werden. Die Spinnentiere leben in Bettwäsche, Matratzen, Teppichen, Polstermöbeln und Stofftieren.

Es treten ganzjährig Symptome auf, die in der Heizperiode (trockene Luft, mehr Staubaufwirbelung) verstärkt wird.

Typische Kreuzallergien bei Hausstaubmilbenallergie können auf Krustentiere auftreten wie Hummer, Garnelen, Krabben, Muscheln und Tintenfische. Das Hauptallergen, welches bei der Kreuzallergie zwischen Hausstaubmilben und Meeresfrüchten verantwortlich ist,
heißt Tropomyosin und dieses ist hitzestabil. Es wird beim Kochen, Braten, Backen nicht zerstört und kann somit auch allergische Reaktionen auslösen.

In schweren Fällen kann es anaphylaktische Reaktionen auslösen.